UNSERE ZIELE

Unsere vorrangigen gesellschaftspolitischen Ziele sind die Realisierung von Gleichberechtigung und Integration von Frauen mit Migrationshintergund sowie Kommunikation, Verständigung, Kennenlernen und Austausch zwischen einheimischen und zugewanderten Frauen?

· Wir - zugewanderte und einheimische Frauen - wollen gemeinsam daran arbeiten, Demokratie und Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland im Sinn einer Integration weiterzuentwickeln, die auf den Werten der Aufklärung und der Gleichberechtigung im Geschlechterverhältnis und der Gendergerechtigkeit beruht.

· Die Duldung von Benachteiligung und Einschränkung von Frauen und Mädchen in ihrer Entwicklung, im Erwerb von Bildung und Unabhängigkeit, lehnen wir als falsch verstandene Toleranz ab.

· Wir weisen ausdrücklich auch auf die institutionelle Diskriminierung durch Bevormundung, Fremddefinition und mangelnde Chancengleichheit hin.

· Wir weisen weiterhin ausdrücklich darauf hin, dass wie in der Kinderrechtscharta vorgesehen, schon in der vorschulischen und schulischen Erziehung darauf hingewirkt werden muss, dass keine Diskriminierung und Benachteiligung geduldet werden darf, die durch etwaige Unterschiede eine Scheinlegitimierung erhalten.

· Da wir als Frauen – einheimische und zugewanderte – die Genderproblematik teilen, streben wir den Austausch und die Vernetzung mit allen Migrantinnenvereinen und– gruppen an, die für die Chancengleichheit der Migrantinnen im Bildungs- und beruflichen Bereich sowie auf gesellschaftlicher, politischer und kultureller Ebene tätig sind. Bestehende Nachteile, die Migrantinnen zusätzlich behindern, basieren auf Misstrauen ihren kulturellen und religiösen Wurzeln gegenüber (siehe die Kopftuchdebatte).

· Wir thematisieren das Problem der mangelnden Anerkennung der im Heimatland erworbenen Zeugnisse und Diplome, was dazu führt, dass zugewanderte Frauen oft unter ihrer tatsächlichen Qualifikation beschäftigt sind.

· Wir wollen die bereits vorhandene Zusammenarbeit mit einheimischen Frauen und Frauenvereinen erhalten und verstärken.

· Ausdrücklich weisen wir auf die Verantwortung von Müttern und Vätern – unabhängig ihrer Herkunft – gegenüber ihren Kindern, insbesondere gegenüber ihren Töchtern hin, sie vor Gewalt und Benachteiligung zu schützen.

· Wir möchten die gesellschaftliche Partizipation von Migrantinnen fördern. Um das zu erreichen, wollen wir u.a. dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.